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Die Klassische Theorie

Die Klassische Theorie wendet auf alles die Mathematik an und argumentiert, für alles eine Lösung zu haben. In den Ingenieurswissenschaften mochte das stimmen, in der Wirtschaftskrise 1929 versagte diese Theorie jedoch. Seit dieser Zeit musste man sich ernsthaft Gedanken darüber achten, wie Geld vernünftigerweise zu investieren und besonders, wie die bis dahin gültige Klassische Theorie zu ändern ist. Die Realität widersprach der Theorie in vielen wichtigen Punkten und es stellte sich nach 1929, auch in temporären Wachstumsphasen, kein wirtschaftliches Gleichgewicht mit Vollbeschäftigung mehr ein. Die Klassische Theorie kann das Entstehen von Spekulationsblasen nicht erklären. Instabile Verhältnisse sind dort als Ergebnis nicht vorgesehen. Sie basiert auf einer Grundvoraussetzung eines gut funktionierenden, ausreichend kapitalisierten Finanzmarktes. Aus der Sparneigung der Leute entstehen Investitionen, aus den Investitionen wiederum entsteht Wachstum, was volkswirtschaftlich das Vermögen steigert. Leider jedoch gab es in dieser Theorie keinen Platz für ängstlich operierende Banken (Liquiditätsfalle) noch für überinvestierte Spekulanten. Theorien, die immer wieder auftretende Krisen (1929, 2008, 2011) nicht erklären können, geraten irgendwann in Erklärungsnot.